Ferienjobs für Schüler in der Gastronomie

Welche Vorschriften gelten für Ferienjobs?

Die Anstellung von Schülern kann durch die Einsparung der Sozialversicherungsbeiträge für viele Arbeitgeber sehr interessant werden. Aber es gibt, wie immer, auch viele Vorschriften zu beachten:

Kinder

Nach dem Gesetz gelten unter 15-jährige als „Kinder“. 13- und 14-jährige dürfen das ganze Jahr bis 2 Stunden am Tag leichte Tätigkeiten ausführen. Für die Ferien gelten die gleichen Regeln.

Jugendliche

15- bis 18-jährige sind nach dem Gesetz Jugendliche. Sie dürfen in den Schulferien maximal 20 Tage und höchstens 8 Stunden am Tag arbeiten. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sowie am Wochenende müssen sie frei haben.

Ausnahmen für diese Zeitregelung gibt es für die Gastronomie, Bäckereien und Landwirtschaft. Dort darf auch außerhalb dieser Zeiten und am Wochenende gearbeitet werden. Jedoch müssen hier mindestens 2 Sonntage im Monat beschäftigungsfrei bleiben. Zwischen Arbeitsende und Arbeitsanfang müssen Jugendliche mindestens 12 Stunden Freizeit haben. Jugendliche dürfen keine gefährlichen Arbeiten ausführen. Verboten sind zum Beispiel Jobs, die mit starker Hitze, Kälte, Nässe, Lärm, Strahlen und Erschütterungen zu tun haben. Jugendliche dürfen außerdem nicht mit reizenden Stoffen in Kontakt gebracht werden. Akkordarbeit oder das heben schwerer Lasten ist ebenfalls verboten.

Erwachsene

Volljährige Schülerinnen und Schüler dürfen als Erwachsene bis zu 50 Tage im Jahr oder zwei Monate am Stück arbeiten. Was zeitlich darüber hinausgeht, ist kein Ferienjob mehr.

Welche sozialversicherungs und steuerlichen Regelungen sind zu beachten?
Auch Ferienjobber sind Arbeitnehmer und müssen für ihren Arbeitslohn grundsätzlich Steuern bezahlen. Dies erledigt der Arbeitgeber, indem er Lohnsteuer erhebt. Dazu hat er zwei Möglichkeiten: Die Lohnsteuerermittlung nach der Lohnsteuerkarte oder die Pauschalbesteuerung. Legt der Ferienjobber eine von der Gemeinde ausgestellte Lohnsteuerkarte (in der Regel Steuerklasse I) vor, fällt bis zu einem monatlichen Arbeitslohn von rund 896 Euro keine Lohnsteuer an. Hat der Arbeitgeber Lohnsteuer einbehalten, kann der Ferienjobber nach Ablauf des Kalenderjahres beim Finanzamt eine Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen und erhält etwa zuviel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurück.

Bei einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 7.664 Euro im Kalenderjahr erhält der Ferienjobber die gezahlte Lohnsteuer insgesamt zurück. Schülerinnen und Schüler müssen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Rentenund Arbeitslosenversicherung zahlen, wenn sie nicht mehr als zwei Monate, bzw. 50 Arbeitstage im Kalenderjahr arbeiten.

VORSICHT: Das Kindergeld für ein Kind über 18 Jahre entfällt grundsätzlich, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes 7.680 Euro im Jahr übersteigen.