Aufbewahrungspflicht von Kassenstreifen

Das Finanzamt darf die Einnahmen schätzen, wenn der Steuerpflichtige seinen Aufbewahrungspflichten nicht nachkommt.

Folgende Belege und Unterlagen muss der Steuerpflichtige aufbewahren:

  • Registrierkassenstreifen
  • Kassenzettel
  • Z-Bons
  • Bedienungs- und Programmieranleitung der Kasse

Darüber hinaus muss der Steuerpflichtige auch die gültigen Speisekarten jeden Jahres aufbewahren. Wurde der Aufbewahrungspflicht nicht nachgekommen, liegt ein Verstoß nach §§ 146,147 AO vor und Einnahmen können hinzugeschätzt werden.

Auszug aus dem Urteil FG München vom 29.10.2009:

„Eine Schätzung der Einnahmen aus dem Betrieb eines Restaurants und einer Bar ist geboten, wenn der Steuerpflichtige seine Aufbewahrungspflicht verletzt hat, indem er weder Registrierkassenstreifen, Kassenzettel, Z-Bons und sonstige Belege, zu denen auch die Organisationsunterlagen der Registrierkasse
(Bedienungsanleitung, Programmieranleitung) gehören, noch die Speisekarten der Streitjahre aufbewahrt hat“.

Auszüge aus dem Urteil FG-Berlin-Brandenburg vom 17.03.2009:

„Eine ordnungsgemäße Kassenbuchführung liegt nicht vor, wenn ein erheblicher Teil der Umsätze in einer Summer erfasst werden, ohne das Zustandekommen der Summe durch Aufbewahrung der angefallenen Kassenstreifen, Kassenzettel und Bons nachzuweisen“.